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To the Spade of a Friend
(An Agriculturist)

Composed while labouring together in his pleasure-ground

Spade! with which Wilkinson hath tilled his lands,
And shaped these pleasant walks by Emont’s side,
Though art a tool of honour in my hands;
I press thee, through the yielding soil, with pride.

Rare master has it been thy lot to know;
Long hast Though served a man to reason true;
Whose life combines the best of high and low,
The labouring many and the resting few;

Health, meekness, ardour, quietness secure,
And industry of body and of mind;
And elegant enjoyments, that are pure
As nature is; – too pure to be refined.

Here often hast Thou heard the Poet sing
In concord with his river murmuring by;
Or in some silent field, while timid spring
Is yet uncheered by other minstrelsy.

Who shall inherit Thee when death has laid
Low in some darksome cell thine own dear lord?
That man will have a trophy, humble Spade!
A trophy nobler than a conqueror’s sword.

If he be one that feels, with skill to part
False praise from true, or, greater from the less,
Thee will he welcome to his hand and heart,
Thou monument of peaceful happiness!

He will not dread with Thee a toilsome day –
Thee his loved servant, his inspiring mate!
And, when thou art past service, worn away,
No dull oblivious nook shall hide thy fate.

His thrift thy uselessness will never scorn;
An heir-loom in his cottage wilt thou be: –
High will he hang thee up, well pleased to adorn
His rustic chimney with the last of Thee!

Dem Spaten eines Freundes gewidmet
(eines Landwirtes)

verfaßt, als wir zusammen in seinem Landschaftsgarten arbeiteten

Mit, Spaten, Dir hat Wilkinson bestellt sein Land,
mit Dir gestaltet Emonts schöne Promenaden,
es ist mir Ehre, Dich zu nehmen in die Hand,
und stolz ich drück’ Dich in den weichen Boden, Spaten!

Du brauchtest Dich für viele Herren nicht zu schinden,
sehr lang hast einem Du gedient, der es verstand,
harmonisch Großes mit dem Kleinen zu verbinden,
den Fleiß der Vielen mit der Wen’gen Müßiggang,

Gesundheit, Sanftmut, Eifer und Verschwiegenheit
und Produktivität des Geistes wie der Hand
und elegante Freuden voller Lauterkeit,
so rein, wie nur Natur sie einem schenken kann.

Du hörtest, wie der Dichter Verse vor sich sang,
wie’s mit des Flusses Murmeln wohl zusammenklang,
als still das Feld, der Frühling wartend ab noch bang,
nicht aufgemuntert schon durch andern Minnesang.

Wer erbt Dich wohl, wenn Deinen Herrn zur ew’gen Ruh’
der Tod wird einst in eine dunkle Kammer legen?
Ergebner Spaten, diesem Manne dann bist Du
ein Ehrenzeichen, nobler als des Feindes Degen.

Wenn jener trefflich mit Gefühl vom Schein das Sein,
den hohlen Ruhm vom wahren wohl zu scheiden weiß,
dann schließt Dich seine Faust wie auch sein Herz gern ein,
und bist ihm Denkmal friedlicher Glückseligkeit!

Mit Dir schreckt nicht ein Tag mit Arbeit voller Plag’,
doch wenn Du – abgenutzt – wirst außer Dienst gestellt,
Du sein geliebter Diener, Arbeitskamerad’,
dann nicht in ins dunkle Eck, in das kein Blick mehr fällt:

Nicht achtlos, weil verschlissen, wirst Du ausrangiert:
Gewiß ein gutes altes Erbstück dann Du bist
in seinem Haus, und hoch hängt er Dich auf: Er ziert
die Wand am Herd mit dem, was von Dir übrig ist!

c. 1806, p. 1807

Der Freund ist Thomas Wilkinson, ein Quäker, der auch ein Dichter war.